Vera Pizza Napoletana steht für die neapolitanische Art, Pizza zu machen: ein weicher, von Hand geformter Teig aus Weizenmehl, Wasser, Salz und Hefe, kurz bei sehr grosser Hitze gebacken. Der Rand geht hoch auf und zeigt dunkle Röstflecken, der Boden bleibt so weich, dass sich die Pizza falten lässt.
Am Rand und am Boden. Der Cornicione ist hoch, luftig und gefleckt. Der Boden bleibt weich statt knusprig – man isst sie mit Messer und Gabel oder faltet sie. Wer sie steif aus der Hand essen kann, hat eine andere Pizza vor sich.
Die römische Pizza ist dünn ausgezogen, knusprig und hat kaum Rand. Die neapolitanische lebt vom weichen Boden und vom hohen Cornicione. Zwei verschiedene Handwerke – keines ist besser als das andere.
Ja, in der Europäischen Union. «Pizza Napoletana» ist dort seit 2010 als garantiert traditionelle Spezialität eingetragen; seit Dezember 2022 gilt zusätzlich ein Namensvorbehalt. Das Lastenheft verlangt unter anderem einen Holzofen und rund 485 Grad. Bei NAPO UNO steht ein offener Pizzaofen mitten im Lokal, die Pizza backt bei 400 Grad in etwa 90 Sekunden.